Übergangen werden – Stress pur oder Übertreibung?

Übergangen werden stresst, aber wieso ist das so?

Warum regt derjenige sich so auf, der einfach „NUR“ nicht gefragt wurde?

Neulich erzählte mir eine Klientin die 2 kleine Kinder hat, dass Sie von einem Förderzentrum, dass ihrem Kind helfen sollte, nicht einbezogen wurde.

Dabei ging es um die Beantragung einer weiteren Förderung. Es war also ein wichtiger Bericht, der sowohl für verschiedene Mitarbeiter des Förderzentrums gedacht war, als auch natürlich für die Krankenkasse und die Gutachter.

Meiner Klientin wurde zugesagt, dass Sie den Bericht lese und dazu Fragen stellen und ihn dann unterschreiben könne, bevor er versandt wird.

Einige Zeit später erhielt Sie die Bewilligung des Förderantrags.

Verdutzt, irritiert und schockiert, fragte sie sich wie das möglich sei, denn sie hatte den Förderantrag weder unterschrieben noch überhaupt gesehen.

Solche oder ähnliche Geschichten, sei es aus dem privaten oder dem beruflichen Bereich höre ich immer wieder. Übergangen werden ist ein weitverbreiteter Auslöser für Stress.

Warum hat sich aber nun meine Klientin so aufgeragt – sie wurde doch einfach nur nicht gefragt.

Was passiert da???

Was so einfach klingt, ist ein ganz tiefer Einschnitt in das Vertrauensverhältnis, was über eine gewisse Zeit aufgebaut wurde. Dadurch können Gedanken entstehen, die so oder so ähnlich klingen.

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-Ich stehe außen vor.

– Ich kann mich nicht mehr darauf verlassen, dass das was gesagt wird, auch tatsächlich eingehalten wird.

– Ich werde nicht mehr ernst genommen.

– Ich darf/kann nicht mehr über Dinge die mich selbst betreffen entscheiden, weil ich einfach nicht mehr gefragt werde.

– Ich fühle mich ausgenutzt, weil der Vertrauensvorschuss unverdient war.

– Mir wurde die Möglichkeit zu Handeln genommen.

– Ich wurde in eine hilflose Position / eine Position in der ich keinen Handlungsspielraum mehr habe gedrängt.

Dies löst Stress aus, da man nicht mehr mitgestalten / mitbestimmen kann.

Wie mit dieser Situation jetzt umgehen, fragen Sie sich?

Atmen!

Besprechen Sie mit Freunden und Bekannten Ihre Gefühle. Lassen Sie den Frust raus.

Sammeln Sie sich wieder!

Überlegen Sie jetzt was Sie tun können / was Sie brauchen, um wieder die Führung über sich, Ihre Gefühle und diese Situation zu übernehmen? In anderen Worten, was brauchen Sie damit Sie sich nicht mehr der Situation hilflos ausgeliefert fühlen?

Wenn Sie sich wieder stark fühlen, setzen Sie gezielt Grenzen! Zeigen Sie sachlich, wodurch die Grenzen überschritten wurden und was Sie nicht tolerieren.

So werden Sie wieder wahrgenommen, denn schließlich wollen Sie, dass man mit Ihnen redet statt für Sie entscheidet.

Trauen Sie sich – es lohnt sich!

 

 

 

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