Stressstrudel – wie alles begann und worauf Sie achten sollten!

Viele Leser haben sich nach dem ersten Interview mit Frau K. (hier lesen) mit Fragen und positivem Feedback für Frau K. gemeldet. Dies habe ich zum Anlass genommen um das Thema noch weiter zu beleuchten.

 

Willkommen zurück auf dem Blog, Frau K.

Ich freue mich sehr, dass Sie bereit sind uns noch weitere Fragen zu beantworten und uns dadurch einen sehr tiefen persönlichen Einblick in Ihren, wie Sie ihn nennen, „Stressstrudel“, zu  geben.

 

Burnout ist meistens ein schleichender Prozess. Wann oder wodurch haben Sie gemerkt, dass Sie etwas ändern müssen?

Während meiner Berufstätigkeit als Leiterin/Geschäftsführein verschiedenster Einrichtungen habe ich mich oft zur Selbstreflexion in Supervisionsprozessen oder Organiationsentwicklungsprozessen befunden.

roses-100339_640 Strudel von PixabayCom

Hier wurde mir schon vor Jahren klar, dass eine Art Stressstrudel dafür sorgt, dass die Selbstfürsorge zu kurz kommt. Wider besseren Wissens.


Erst als ich begann, tatsächliche körperliche Symptome, wie Schwindelgefühle, Migräneattacken und Schlafschwierigkeiten ernst zu nehmen, begann der Prozess der Akzeptanz und Verhaltensänderung.

Gab es schon vorher Anzeichen? Wenn ja, welche?

Ich habe viele Anzeichen übersehen.

Übelkeit vor aufregenden Arbeitstagen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen… ich behandelte all das als einzelstehende Symptome, nicht als ein Gesamtbild von berufsbedingter Erschöpfung.

Können Sie jetzt im Nachhinein sagen/erkennen, ob es einen entscheidenden Punkt gab an dem die Erschöpfung / Überforderung angefangen hat?

 

Ich kann das nicht genau sagen … und ich behaupte auch nicht, dass Burnout ausschließlich eine Stressreaktion ist. Vielmehr denke ich, dass ein Burnout eine Reaktion des Körpers/ der Psyche ist, wenn ungünstige Selbstannahmen, selbstbewertende Einstellungen und Leistungsmuster auf hohe Anforderungen treffen….

Daher nenne ich das auch Stessstrudel…

denn häufig sind die Glaubenssätze in uns drin (wie bslpsw. „Ich bin nur was wert, wenn ich Leistung abliefere“) uns nicht voll zugänglich, sondern sie wirken in uns wie eine Art Impfung.

Daher denke ich für mich, dass ich schon seit Anbeginn meiner Arbeitstätigkeit von Ehrgeiz und Leistungsstreben angekurbelt war, was im Laufe der Jahre zu einer chronischen Erschöpfung geführt hat, die ich für einen Normalzustand hielt, bis zu dem Zeitpunkt, als ich eben nicht mehr funktionierte.

Vielen Dank!

Wie sieht es bei Ihnen aus liebe Leser? Kennen Sie die Symptome  die Frau K. beschreibt aus eigener Erfahrung, von Kollegen oder Bekannten?

Oder nehmen Sie sich jetzt vor mehr auf sich zu achten?

Schreiben Sie mir gerne an U.Schiller[at]StressExpertin.de!

Ich freue mich von Ihnen zu lesen!

Kein Interview mehr verpassen!

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